Forderungen & Aktuelles

Eine Mensa für alle!

Seit langen setzen wir uns als Grüne Hochschulgruppe Frankfurt für eine ökologische und zugleich bezahlbare Mensa ein.
Wir finden, dass die Uni ein Ort sein sollte, an dem jede und jeder, kostengünstig, ökologisch, vegan und fair essen kann.

Studierende müssen in Frankfurt den höchsten Semesterbeitrag Deutschlands und dazu noch sehr hohe Mieten zahlen. Aufgrund dieser Faktoren ist es uns wichtig, dass zumindest das Essen in den Mensen bezahlbar und zugleich sättigend ist – das betrifft neben den Snacks und Getränken insbesondere die warmen Mahlzeiten

Doch das ist leider nicht immer der Fall, und so werden Menschen, die sich weniger leisten können, vom gemeinsamen Essen ausgeschlossen. Ein weiteres Problem ist, dass das Sortiment wenig Auswahl an vegetarischen oder veganen Gerichten bietet. Besonders das Angebot veganer Gerichte fehlt entweder ganz oder ist wenig abwechslungsreich.

Ein zusätzlicher Kritikpunkt ist für uns die fehlende Transparenz der Angebote. Häufig fehlen bei den Essensangaben wichtige Informationen für Allergiker und für die ökologisch bewussten Konsumenten fehlen klare Auszeichnungen, welche Produkte in wie fern zertifiziert sind – das MSC-Siegel ist dabei ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Wir wollen Mensen, in denen transparent gemacht wird, welche Gerichte aus zertifiziert biologischen Zutaten bereitet werden, wir wollen ein abwechslungsreiches Angebot für eine vegetarische und vegane Ernährung und dass die Mahlzeiten bezahlbar und sättigend sind!

Deshalb werden wir weiter mit dem Studentenwerk daran arbeiten, dass die Mensen vielfältiger werden, transparenter arbeiten und günstigere Angebote machen.

Erster Auftritt von Boris Rhein als Wissenschaftsminister – zwischen Slapstick und kulturalistischer Beleidigung

Groteskes ist man allerlei aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst ja schon einiges gewöhnt. Den neuesten Coup landete der Neu-Wissenschaftsminister Boris Rhein gestern bei seinem ersten offiziellen Besuch. Dieser fand an der Goethe Uni statt und war anlässlich der Verleihung der sog.“Deutschlandstipendien” angesetzt.

Der AStA hatte Politik und Prioritätensetzung des Ministers kritisiert. Boris Rhein sprach lieber für einem kleinem Kreis erlesener Stipendiatinnen, als sich mit den direkten Folgen der Unterfinanzierung der Universität auseinanderzusetzen. Parallel zur Vergabe der Stipendien fand am Unicampus Bockenheim eine Vollversammlung des Fachbereichs Erziehungswissenschaften statt, der vor seiner Pleite steht. Unter dem Motto „Harvard am Main mit Boris Rhein – Gegen Eliten-Förderung und Sparprogramme!“ rief der AStA daher zu einer Demonstration auf.

Was dann folgte war an Slapstick nicht zu überbieten: Panische Anrufe beim AStA Vorstand, Kriminalisierung von studentischen Initiativen, ein überzogenes Polizeiaufgebot sowieeine kulturalistische Äußerung seitens des Ministers. „Nachdem der AstA-Vorsitzende Giogrio Nasseh dem Wissenschaftsminister den Handschlag verweigerteäußerte Rhein: “Na, das wäre ja auch nur mitteleuropäischer Standard gewesen!”“ fasst Tim Wolff, Mitglied der Grünen Hochschulgruppe und selbst anwesend, das Geschehen zusammen. „Dass es auch in der nationalen und Internationalen Politik immer wieder zur symbolischen Verweigerung des Handschlags kommt, und das nichts mit ‘Kulturfremde’ zu tun hat, scheint dem Wissenschaftsminister nicht bewusst oder egal zu sein. Dies unterstreicht jedoch das rassistische Moment dieser kulturalistischen Aussage, wie sie unter Rechtspopulisten alltäglich ist. Dass der Wissenschaftsminister sie aber dermaßen unverblümt in der Öffentlichkeit äußert, ist ungeheuerlich“, so Wolff weiter.

Sarah Tolba, ebenfalls Mitglied der Grünen Hochschulgruppe, ergänzt: „Immer wieder bekommen wir Nachrichten von Studierenden, die sich über rassistische oder sexistische Äußerungen in Seminaren beschweren. Dabei handelt es sich nicht nur um Vorfälle zwischen Studierenden. Solchen Fällen stehen wir meist hilflos gegenüber, bestenfalls können wir uns mit ihnen zusammen für eine Klärung und Ahndung des Vorfalls einsetzen. Nicht selten verläuft so etwas allerdings im Sand – auch aufgrund mangelnder Sensibilität.Dass Wissenschaftsminister Boris Rhein ebenfalls zu solchen Wortwahlen neigt, bestätigt uns in unserer Erwartung, dass wir mit diesem Minister keinen Konsens finden werden.“ Nicht ohne Grund hatten auch etliche Stipendiat*innen Rhein bei seiner Rede den Rücken zugewendet.Damit wollten sie auf seine fatale Politik bspw. gegenüber friedlichen Demonstrant*innen bei Blockupy protestieren, deren Grundrechte massiv verletzt wurden.

Dazu erklärt Ben Seel, auch von der Grünen Hochschulgruppe: “Wenn Bildung in der Politik durch Boris Rhein vertreten ist, so ist es um die Bildung in Hessen nicht gut bestellt. Es ist doch offensichtlich, dass ein Wissenschaftsminister, der noch in seiner Zeit als Hessischer Innenminister eine Vorliebe für autoritäre Law-and-Order Politik bewiesen hatte und nun schon nach kurzer Zeit im Ministerium für Wissenschaft und Kunst durch eine kulturalistische Äußerung auffällt, nicht viel Gespür für freie und emanzipatorische Bildung hat. Wir wissen leider schon ziemlich genau, was wir von Boris Rhein zu erwarten haben,” so Seel abschließend.

Wahlprogramm 2012

Wer sind Wir:

Wir, die Grüne Hochschulgruppe, sind Studierende aus den unterschiedlichsten Fachbereichen und bei uns finden sich Leute mit hoher wie auch niedriger Semesteranzahl, mit alter und neuen Studienordnung und verschiedenen Hintergründen zusammen, um soziale, ökologische, demokratische und emanzipatorische Politik an der Uni zu machen.

Wir sehen uns unabhängig von der Partei und dem Bundesverband der Grünen Hochschulgruppen, pflegen aber einen Austausch mit Diesen.

Wo engagieren Wir uns:

Seit 1993 sitzen wir als größte Fraktion im Studierendenparlament (StuPa) und arbeiten dort für sinnvolle Umsetzungen von studentischen Interessen.

Natürlich sind wir auch in der Vergangenheit immer mal wieder in dem vom StuPa gewählten Allgemeinen Studierendenausschuss (AstA), der die Vertretung der gesamten Studierendenschaft (also Du und alle deine Kommiliton_innen) ist, personell vertreten. Dort stellten und stellen Wir auch noch zur Zeit, den Vorstand, welche_r für das Tagesgeschäft und die Verwaltung des AStA zuständig ist, sondern auch eine Vielzahl von Referent_innen, die für die unterschiedlichsten Bereiche in der politischen Arbeit des AStA zuständig sind.

Auch sitzen wir mit im Senat, der das höchste Entscheidungsgremium der Uni ist, und weiteren Ausschüssen und kämpfen dort gegen undemokratische Verhältnisse und Umstruckturierung.

Dieses Jahr treten Wir auch im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften für Fachschaft und Fachbereichsrat an.

Weiterhin sind unsere Mitglieder meist auch noch in anderen politischen Kontexten aktiv und erfahren, wie zum Beispiel Bildungsstreik, Grüne Jugend, Wohnrauminitiativen und verschiedene antifaschistischen und antirassistischen Gruppen.

Mit Eurer Stimme gebt Ihr uns die Möglichkeit auch weiterhin als entschlossenes und kompetentes Gegengewicht zur präsidialen Vormundschaft zu agieren und Eure Interessen zu vertreten.

Dies sind unsere Themen für die wir uns in eurem Interesse einsetzen wollen:


Echte demokratische Hochschulstruktur und gleichberechtigte studentische Mitbestimmung in allen universitären Gremien.

Grundlegende Verbesserung der Studienbedingungen statt Überfüllung: Mehr Veranstaltungen, mehr Räume, mehr Personal,.

Unproblematisches Studieren mit Kind oder pflegebedürftigen Angehörigen.

Studieren ohne Schranken für körperlich eingeschränkte Kommiltonen.

Eine Universität die keine Ausbildungsfabrik ist, sondern ein Ort selbst bestimmten Lebens und Lernens ist .

Eine Umgestaltung der Bachelor-Studienordnungen zu einem forschungsqualifizierendem Studium.

Studium, ohne ein verschultes und bürokratisiertes Modularisierungssystem „a la Bolognese“

Unbeschränkten Masterzugang für alle!

Ein Freies Studium und mehr (selbst-)kritische Perspektiven in der Lehre.

Abschaffung der überhöhten Verwaltungsgebühren.

Einführung von Lehrmittelfreiheit .

„Wohnraum für Alle!“ statt überhöhte Mieten.

Eine echte Anhebung der Bafög-Sätze und elternunabhängiges Bafög zur Grundfinanzierung.

Erhalt und die Schaffung von selbstverwalteten Freiräumen an der Universität und in der Stadt.

Studentische Kultur auf den Campi statt Weiße Wände.

Campus ohne Überwachung und ohne Zäune.

Ökologische Ausgestaltung beim Bau des neuen Studierendenhaus auf dem IG-Farben Campus.

Aufwertung des Semestertickets auf ganz Hessen und Aschaffenburg.

Fahrradfreundliche Uni und kostenloser Fahrradverleih „Green-Bike-Projekt“ für Studierende.

Keine Tierversuche an der Goethe-Uni.

Endlich Veganes Essen in der Mensa.

Eine Entkriminalisierung in der Drogenpolitik.

Eine sinnvolle Nutzung des alten Campus Bockenheim.

Freier Zugang zu Digitalen Ressourcen für Wissenschaft und Lehre.

CO2-neutrale Universität und Solaranlagen.

Anbindung des AStA an die neuen Campi.

Änderung der Verfassten Studierendenschaft in ein demokratischeres und zukunftsfähigeres Modell.