Vorfälle in der Orientierungsphase des Lehramtsstudiums – Senatsmitglieder fordern Neuausrichtung

Die studentischen Senator*innen der Grünen Hochschulgruppe fordern eine vollständige Überarbeitung der Orientierungswoche für Lehramtsstudierende. Die Veranstaltungen waren bereits in den Jahren 2017 und 2018 durch als sexistisch und rassistisch auslegbare Praktiken aufgefallen. Diese Vorkommnisse wurden in den vergangenen Jahren mehrfach im Senat und in der Fachschaftenkonferenz diskutiert. Konsequenzen und eine Umstellung des Konzepts wurden bereits damals von vielen Stellen eingefordert.

„Die Berichte und aktuellen Debatten um die Vorfälle auf der O-Woche 2019 zeigen, dass kaum oder keine Konsequenzen erfolgt sind,“ so Ben Seel, studentischer Senator für die Grüne Hochschulgruppe.

Die Fachschaft Gesellschaftswissenschaften hatte zum Beginn der letzten Woche ein Video veröffentlicht, welches aggressive Gruppendynamiken und Schlachtrufe unter Abwertung anderer Studiengänge zeigt. Außerdem zeigt das Video eine als Hitlergruß interpretierbare Geste durch eine Person, die bei der Gruppenaktivität eine Anführer*innenposition einzunehmen scheint, hierzu ermitteln die Strafverfolgungsbehörden. Die O-Phase verfolgt nach Aussagen der Vertreter*innen der Lehramtsfachschaft das Ziel, Gruppenidentitäten herzustellen. Dazu werden nach Kneipen und Clubs benannte Subgruppen gebildet, die verschiedene Aufgaben und Gruppenspiele durchführen. In den vergangenen Jahren fielen einige der Gruppen durch aus unserer Perspektive rassistische und sexistische Kostümierungen auf.

Anna Yeliz Schentke, studentische Senatorin der Grünen Hochschulgruppe, erklärt dazu: „Die Vorfälle sind für uns nicht von der strukturellen Ausrichtung der Orientierungsveranstaltungen zu trennen. Die Gruppenspiele in der O-Phase sind nach Augenzeugenberichten schon länger von militaristischen Brüllorgien geprägt. Die Art und Weise des Alkoholkonsums, wetteifernd und brüllend, erinnert an Aufnahmerituale von Burschenschaften. Diese widersprichen aus meiner Perspektive nicht nur dem Leitbild der Goethe-Universität, sondern auch der Vorstellung eines Raums ‘Universität’, an dem eine kritische, wissenschaftliche Arbeitsweise ermöglicht wird. Bei der Einführung ins Studium sollten stattdessen inhaltliche Angebote, Reflexion und eine Kultur im Vordergrund stehen, die entspanntes Kennenlernen ermöglicht.“

„Eine radikale Neuausrichtung der Veranstaltungen ist dringend nötig. Die bisherige Struktur fördert autoritäre Charakterstrukturen. Dass solch ein Format gerade an der Universität Frankfurt existiert, an der zu diesen Strukturen viel geforscht wurde, ist nicht nur angesichts der Geschichte des IG-Farben-Campus ein Skandal. Dass so die Ausbildung derjenigen beginnt, die später unsere Kinder unterrichten werden, verstört uns zutiefst. Deshalb müssen Präsidium und Akademie für Lehrer*innenbildung die Orientierwungswoche komplett neu ausrichten. Sollten die Vertreter*innen der Lehramtsfachschaft bezüglich der Ausrichtung weiterhin keine Einsicht zeigen, ist ihnen jegliche Zuständigkeit im Rahmen der Veranstaltung zu entziehen,“ fügt Ben Seel abschließend hinzu.

Stellungnahme und Forderung zu der »Bayreuther Erklärung« der Kanzler*innenvereinigung Deutschland

Auf seiner gestrigen Sitzung hat sich der Senat der Goethe-Universität auf Antrag der Grünen Hochschulgruppe mit der »Bayreuther Erklärung« der Kanzler*innenvereinigung Deutschland befasst. Unsere Senatorin Anna hat dazu eine Stellungnahme verlesen und Kanzler sowie Präsidium der Universität aufgefordert, eine Positionierung zu der Erklärung abzugeben. Die Stellungnahme geben wir hier wieder.

Sehr geehrte Senator_innen und Senatoren, sehr geehrte Dekane, sehr geehrtes Präsidium,

in meiner Funktion als studentische Senatorin möchte ich Bezug nehmen auf die am 02.10.2019 veröffentlichte »Bayreuther Erklärung zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen mit wissenschaftlichem und künstlerischem Personal in Universitäten« der Kanzler*innenvereinigung Deutschland.

In der Erklärung sprechen die Kanzlerinnen und Kanzler sich für den Erhalt der besonderen Befristungsmöglichkeiten an Hochschulen aus. »Das Modell befristeter Qualifizierungsphasen in den unterschiedlichen Bildungsformaten der Universitäten« sei eine »unverzichtbare Voraussetzung« für den Beitrag, den die Universität für die Gesellschaft leiste. Aus diesem Grund fordern die Kanzler_innen:

  • Die Anerkennung der besonderen Rolle und Aufgabe des Beschäftigungssystems im
    wissenschaftlichen Mittelbau der Universitäten als Qualifizierungssystem.
  • Den Erhalt und die Entwicklung von Befristungsmöglichkeiten für wissenschaftliche
    Mitarbeiter*innen entsprechend den angestrebten Qualifizierungszielen.
  • Eine nachhaltige Finanzierung der Universitäten zum Erhalt und zur Förderung verlässlicher und
    planbarer Qualifizierungschancen der nächsten Generationen.

Abgesehen von der Forderung nach einer nachhaltigeren Finanzierung der Universität möchte ich im Namen der Studierendenschaft zum einen an der dargelegten Position, die Universität als primäres Qualifizierungssystem zu begreifen, sowie an der Forderung nach dem Erhalt und der Entwicklung von Befristungsmöglichkeiten für wissenschaftliche Mitarbeiter_innen nachdrücklich Kritik üben.

Universitäten als Qualifizierungssysteme – folglich Befristung?

Die Universität wird in der Erklärung als Qualifizierungssystem begriffen, die Forderung des Erhalts
und die Entwicklung von Befristungsmöglichkeiten fußt auf dieser Argumentation. Der Bundessprecher der Kanzler_innenvereinigung Dieter Kaufmann sagte im Deutschlandfunk, dass die Universität als Qualifizierungssystem darauf ausgelegt sei, »junge Menschen für eine begrenzte Zeit für Wirtschaft oder Wissenschaftsbetrieb zu qualifizieren – nicht dafür, dass alle über das Studium hinaus dort Beschäftigung finden«. Die Sorge darüber, dass alle über ihr Studium hinaus an der Universität arbeiten wollen würden, stellt sich aus meiner Sicht als ein Scheinargument dar. Es geht den Beschäftigten nicht darum, dass sie alle entfristet werden, dies ist sicherlich auch nicht im Interesse der Studierendenschaft und der nächsten Generation von wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen, vielmehr geht es darum, die aktuell prekäre Situation der Beschäftigten zu verändern. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Thema Entfristung.

Auch in der Lehre und damit für Studierende spürbar ist die zunehmende Prekarisierung des Mittelbaus durch fast ausschließlich befristete Verträge. Ein immer größer werdender Teil der Lehraufgaben wird vom wissenschaftlichen Mittelbau geleistet. Die prekäre Arbeitssituation der Beschäftigten durch befristete Verträge hat gravierende Wirkung auf die Qualität der Lehre
(Bildungsbericht, S. 170). Auch der stellvertretende GEW-Vorsitzende Keller fordert keine 100% Dauerstellen im akademischen Mittelbau: »Was wir brauchen, ist ein angemessenes Verhältnis von befristeten und unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen: Ein Verhältnis von 9 zu 1 befristet zu unbefristet ist aber alles andere als angemessen.«

Neben der Lehre muss auch die Forschung durch hohe Zahl an Befristungen des Mittelbaus leiden: Wird die Universität in erster Linie als Qualifizierungssystem, das auf den Markt vorbereitet, bzw. den Markt und Wettbewerb in die Universität direkt in einem so hohen Maße integriert, verstanden, rückt der Fokus weg von der freien Forschung und hin zu einer reinen Ausbildungseinrichtung. Dass die
Kanzler_innenvereinigung die Universität als ein solches System versteht und damit für Befristung argumentiert, stellt sich als eine äußerst beunruhigende Entwicklung für viele Angehörige der Hochschule dar.

Als viertgrößte Universität Deutschlands ist die Haltung der Goethe-Universität von wegweisender Bedeutung. Der Kanzler der Goethe-Universität Frankfurt, Herr Albrecht Fester, ist zudem Landessprecher der Kanzler_innenvereinigung von Hessen.

An der Goethe-Universität wollen wir Stellung beziehen und unsere kritische Haltung zu den Forderungen in der Bayreuther Erklärung zum Ausdruck bringen.

Die studentischen Senatsvertreterinnen fordern deshalb eine Stellungnahme des Kanzlers und des Präsidiums zur Bayreuther Erklärung.

 

Quellennachweise:

Uni Frankfurt entwickelt Konzepte gegen Menschenfeindlichkeit und extreme Rechte

Auf der gestrigen Senatssitzung wurde ein Antrag der Grünen Hochschulgruppe (GHSG) verabschiedet mit dem der Senat beschließt an Konzepten „gegen Menschenfeindlichkeit und extreme Rechte am Campus“ zu arbeiten. Dabei soll es laut Beschluss mindestens um regelmäßige Veranstaltungen zur Information und Sensibilisierung und einen Leitfaden zum Umgang mit Personen die durch menschenfeindliche Ideologien und Handlungen auffallen gehen sowie um die Schaffung einer konkreten Meldestelle und einer Task Force für schnelle und informierte Reaktion seitens der Universität in solchen Fällen.

„Menschenfeindlichkeit und organisierte Rechte sind Bedrohungen, die die Uni nicht länger ignorieren darf. In der Vergangenheit kam es schon mehrmals zu Vorfällen: von Denunziation der Dozent*innen über die Propaganda für rechte Strukturen bis hin zu gezielten Provokationen. Auch wenn es in Frankfurt noch nicht, wie an anderen Universitäten bereits der Fall, zu physischen Übergriffen Rechter an der Uni gekommen ist, ist es wichtig frühzeitig zu reagieren. Dass der Fall einer faschistischen Psychologiestudentin von Stellen an der Universität über ein halbes Jahr lang ignoriert wurde ohne Studierende und Dozierende zu warnen zeigt auf, dass hier Handlunsgbedarf besteht,“ erläutert Ben Seel, Mitglied des Senats für die Grüne Hochschulgruppe die Motivation des Antrags.

„Wir freuen uns sehr, dass der Senat mit breiter Mehrheit den Antrag angenommen hat. Ein wichtiges Zeichen ist auch, dass sich zahlreiche Senator*innen aus allen Statusgruppen direkt im Anschluss ihre Bereitschaft angezeigt haben, intensiv an der Erarbeitung von Konzepten in der Arbeitsgruppe mitzuwirken. Wir werden darüber hinaus das Gleichstellungsbüro und die Studierendenschaft einbinden und mit externer Expertise arbeiten. Klar ist: es braucht umfassende Informationen aller Akteur*innen an der Universität zu rechten Strukturen und zum Umgang mit politischer Praxis der extremen rechten. Das hat nicht zuletzt die Diskussion der letzten Wochen gezeigt.“ ergänzt Ben Seel.

 

Zum Antrag

Messer-Lounge umbenannt – Messer-Preis eingestellt.

Die umstrittene „Adolf-Messer-Stiftung-Lounge“ wird laut Universitätsleitung zurück in „Common-Room“ umbenannt. Gleichzeitig hat die Stiftung entschieden, ihren „Adolf-Messer-Stiftungspreis“ an der Goethe-Universität nicht mehr zu verleihen. Das hat die Universitätsleitung in der Senatssitzung am 13.02.2019 verkündet.

„Nach über 3 Jahren Auseinandersetzung freuen wir uns sehr, dass sich die Universitätsleitung nun endlich die Forderung der Uni- und Stadtcommunity umsetzt“, sagt Newal Yalcin von der Grünen Hochschulgruppe. Trotz Aufforderungen des gesamten Senats, der zuständigen Senatskommission, der jüdischen Gemeinde Hessens und von Landtagsabgeordneten nahezu aller Fraktionen hatte das Präsidium an der Benennung eines Raumes am Campus Riedberg nach der Adolf-Messer-Stiftung festgehalten.

„Dass die Adolf-Messer Stiftung gleichzeitig mit der Entscheidung zur Umbenennung ihren Preis aussetzt, bestätigt unsere Kritik an der Kooperation mit der Goethe-Uni – Naiv ist, wer dabei nichts Böses denkt. Es war schon lange klar, dass die Messer-Stiftung das Unipräsidium mit ihren Zuwendungen unter Druck gesetzt hat“, sagt Newal Yalcin.

Im Senat wird demnächst die Zuwendungsrichtlinie für die Goethe-Universität novelliert. Die Grüne Hochschulgruppe will hier stärkere Regeln und mehr Transparenz durchsetzen.

Hintergrund:

Konzept gegen Menschenfeindlichkeit und extreme Rechte

Spätestens nach dem kürzlichen Bekanntwerden der Aktivitäten einer Aktivistin der extrem rechten Identitären Bewegung an der Goethe Universität ist es an der Zeit über Konzepte gegen menschenfeindliche Ideologien und die extreme Rechte am Campus zu sprechen. Glücklicherweise besteht in Frankfurt derzeit keine Situation wie an anderen Universitäten, bei der alltäglich Studierende und Dozierende Opfer rechter Übergriffe werden. Dennoch ist es wichtig, sich frühzeitig Gedanken über Konzepte zur Verhinderung solcher Situationen zu machen. Dafür braucht es auch Ansprechpartner*innen und feste Strukturen – dass diese derzeit nicht ausreichend bestehen hat der aktuelle Fall vor Augen geführt. Deshalb haben wir zur heutigen Senatssitzung einen Antrag zu Konzepten gegen Rechts gestellt:

„Der Senat der Goethe-Universität Frankfurt richtet eine Arbeitsgruppe ein, die unter Beteiligung aller Statusgruppen ein umfassendes Konzept gegen Menschenfeindlichkeit und extreme Rechte am Campus entwickelt. Dieses Konzept soll insbesondere die folgenden Maßnahmen enthalten:

  • Information und Sensibilisierung:

Studierende, Mitarbeitende und Lehrbeauftragte sollen durch regelmäßige Veranstaltungen und Handreichungen für Erkennungsmerkmale und Diskursstrategien der extremen Rechten sensibilisiert werden. Dabei sollen externe Bildungseinrichtungen mit einbezogen werden. Ziel dieser Maßnahme soll sein, an der Goethe-Universität ein Problembewusstsein für Menschenfeindliche Ideologien zu entwickeln und die Fähigkeit, diese zu erkennen, zu schärfen.

  • Leitfaden mit allgemeinen Hinweisen zum Umgang:

Es soll ein Leitfaden entwickelt und regelmäßig aktualisiert werden, der Hinweise zum Umgang mit Personen enthält, die durch menschenfeindliche Ideologien und Handlungen auffallen. Ziel soll sein, den Akteur*innen wie Fachschaften, Dekanaten und Universitätsleitung für solche Fälle einen Maßnahmenkatalog zugänglich zu machen.

  • Meldestelle und Task Force für konkreten Vorfälle:

Es soll eine zentrale Meldestelle eingerichtet werden, an die sich Angehörige der Goethe-Universität bei konkreten Vorfällen mit oder Beschwerden über extrem rechte Personen an der Universität wenden können. Eine vom Senat benannte Task-Force soll zwischen der Universitätsleitung, den Fachbereichen bzw. Instituten und der Studierendenschaft vermitteln und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten oder externe Berater*innen hinzuziehen.“

Pressemitteilung: Grüne Hochschulgruppe zieht gestärkt in Studierendenparlament und Senat

Die Grüne Hochschulgruppe freut sich, mit 7 Sitzen als stärkste Liste ins Studierendenparlament der Universität Frankfurt einzuziehen, und sich dort für eine emanzipatorische und demokratische Hochschule einzusetzen. In der vergangenen Legislatur war die Grüne Hochschulgruppe mit 6 Sitzen als größte Liste vertreten. In den Senat wird die Grüne Hochschulgruppe voraussichtlich wieder als stärkste Kraft mit einem von drei Sitzen einziehen.

„Wir wollen in diesem Jahr wieder Verantwortung im AStA übernehmen und haben dort auch einiges vor. Offenbar möchten die Studierenden das auch – das freut uns sehr“, sagt Valentin Fuchs von der Grünen Hochschulgruppe. Die aktuelle AStA-Koalition (ohne Grünen-Beteiligung) hat im neuen Studierendenparlament 3 Sitze weniger und somit keine Mehrheit mehr.

„2019 wollen wir ein Green-Office an der Goethe-Uni aufbauen um Nachhaltigkeit und grüne Infrastrukturen an der Hochschule zu institutionalisieren. Wir werden weiter gegen die Ökonomisierung der Hochschule kämpfen und für ein freies Studium eintreten”, kündigt Finn Görlitzer von der Grünen Hochschulgruppe an.

„Im Senat wird bald das Präsidium gewählt und die Zuwendungsrichtlinie sowie die Rahmenordnung überarbeitet. Wir wollen eine demokratische Universität und ein selbstbestimmtes Studium – das werden wir im Senat mit Nachdruck einbringen“, sagt die Kandidatin für den Senat Anna Yeliz Schentke.

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Haushaltsentwurf 2019

#stupaffm – Am Donnerstag soll im Studierendenparlament – Goethe-Uni Frankfurt am Main der Haushalt für 2019 beschlossen. Für das nächste Jahr hat der AStA Universität Frankfurt in seiner Vorlage viele Kürzungen bei studentischen Initiativen angekündigt. Einige Gruppen wurden in den letzten Tagen hierüber bereits in einer kurzen Mail informiert. Auch das Cafee Koz soll im nächsten Jahr 10.000€ weniger vom AStA erhalten als in diesem Jahr.haushaltpost-homepage.png

Wir lehnen die Kürzung von Geldern für Studentische Projekte und selbstverwaltete Räume ab und werden hierzu im Stupa einen Änderungsantrag vorlegen. Statt Projektmittelkürzungen werden wir folgende Änderungen vorschlagen:

  •  Halbierung der Gruppierungsgelder für im Stupa vertretene Gruppen. Diese wurden 2016 auf das doppelte erhöht.
  • Reduzierung des Ansatzes für Rechtskosten, der aktuell mit 20.000€ angesetzt ist. Solange sich der AStA an Verträge mit dem freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) hält, sind für das Jahr 2019 keine derart hohen Rechtskosten zu erwarten.
  • Reduzierung der Kosten für Kulturveranstaltungen des AStAs. Obwohl die Ausgaben für Kulturveranstaltungen in absoluten Zahlen geringer erscheinen als 2018, wurden sie im Verhältnis zu den Einnahmen sogar um 10% erhöht. Wir wollen, dass der Zuschuss für AStA-Kulturveranstaltung nicht höher als 50% der Gesamtausgaben ist. Viele städtische und studentische Initiativen veranstalten kulturell wertvolle Events mit einem weitaus geringeren Zuschuss.
  • Reduzierung der Allgemeinen Anschaffungskosten des AStAs sowie der Anschaffungskosten für das Studierendenhaus. Der AStA hat in den letzten Jahren ausreichend Mobiliar für das Studierendenhaus angeschafft und den Partykeller Renoviert. Durch den absehbaren Umzug in das neue Studierendenhaus sind aktuell weitere Anschaffungen nicht sinnhaft.
  • Neuverhandlung der Bearbeitungspauschale mit dem Studentenwerk Frankfurt am Main für Semesterticketrückerstattungen. Die Kostenpauschale des Studentenwerks für die Rückerstattungen der Landestickets ist zu hoch angesetzt. Dem AStA entstehen deshalb enorme Mehrkosten. Das kann verhindert werden, indem der Vertrag mit dem Studentenwerk neu verhandelt wird, ein*ander*e Dienstleister*in mit der Rückerstattung beauftragt wird oder eine andere Lösung für die Rückerstattung gefunden wird.

Die Stupa-Sitzung ist öffentlich und findet ab 18:30 im Raum K4 im Studierendenhaus statt. Studierende haben dort Rederecht. Wir twittern live über die Sitzung unter #stupaffm

Betroffen von den Kürzungen sind das Café KoZ, das Forum kritischer Wissenschaften, das Random White House, UTV Frankfurt – Unabhängiges Studierendenfernsehen an der Goethe-Uni, die Pupille – Kino in der Uni, der Diskus. Frankfurter Student_innen-Zeitschrift, das Academic Welcome Program for Highly Qualified Refugees, das Wellcome Project, die Night of Science, Campusradio DauerWelle, die Jura-Klausurensammlung sowie die sozialpsychologische Hilfe. Die Filmfestival Förderung wird vom AStA nicht mehr unterstützt.