Uni Frankfurt entwickelt Konzepte gegen Menschenfeindlichkeit und extreme Rechte

Auf der gestrigen Senatssitzung wurde ein Antrag der Grünen Hochschulgruppe (GHSG) verabschiedet mit dem der Senat beschließt an Konzepten „gegen Menschenfeindlichkeit und extreme Rechte am Campus“ zu arbeiten. Dabei soll es laut Beschluss mindestens um regelmäßige Veranstaltungen zur Information und Sensibilisierung und einen Leitfaden zum Umgang mit Personen die durch menschenfeindliche Ideologien und Handlungen auffallen gehen sowie um die Schaffung einer konkreten Meldestelle und einer Task Force für schnelle und informierte Reaktion seitens der Universität in solchen Fällen.

„Menschenfeindlichkeit und organisierte Rechte sind Bedrohungen, die die Uni nicht länger ignorieren darf. In der Vergangenheit kam es schon mehrmals zu Vorfällen: von Denunziation der Dozent*innen über die Propaganda für rechte Strukturen bis hin zu gezielten Provokationen. Auch wenn es in Frankfurt noch nicht, wie an anderen Universitäten bereits der Fall, zu physischen Übergriffen Rechter an der Uni gekommen ist, ist es wichtig frühzeitig zu reagieren. Dass der Fall einer faschistischen Psychologiestudentin von Stellen an der Universität über ein halbes Jahr lang ignoriert wurde ohne Studierende und Dozierende zu warnen zeigt auf, dass hier Handlunsgbedarf besteht,“ erläutert Ben Seel, Mitglied des Senats für die Grüne Hochschulgruppe die Motivation des Antrags.

„Wir freuen uns sehr, dass der Senat mit breiter Mehrheit den Antrag angenommen hat. Ein wichtiges Zeichen ist auch, dass sich zahlreiche Senator*innen aus allen Statusgruppen direkt im Anschluss ihre Bereitschaft angezeigt haben, intensiv an der Erarbeitung von Konzepten in der Arbeitsgruppe mitzuwirken. Wir werden darüber hinaus das Gleichstellungsbüro und die Studierendenschaft einbinden und mit externer Expertise arbeiten. Klar ist: es braucht umfassende Informationen aller Akteur*innen an der Universität zu rechten Strukturen und zum Umgang mit politischer Praxis der extremen rechten. Das hat nicht zuletzt die Diskussion der letzten Wochen gezeigt.“ ergänzt Ben Seel.

 

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