Messer-Lounge umbenannt – Messer-Preis eingestellt.

Die umstrittene „Adolf-Messer-Stiftung-Lounge“ wird laut Universitätsleitung zurück in „Common-Room“ umbenannt. Gleichzeitig hat die Stiftung entschieden, ihren „Adolf-Messer-Stiftungspreis“ an der Goethe-Universität nicht mehr zu verleihen. Das hat die Universitätsleitung in der Senatssitzung am 13.02.2019 verkündet.

„Nach über 3 Jahren Auseinandersetzung freuen wir uns sehr, dass sich die Universitätsleitung nun endlich die Forderung der Uni- und Stadtcommunity umsetzt“, sagt Newal Yalcin von der Grünen Hochschulgruppe. Trotz Aufforderungen des gesamten Senats, der zuständigen Senatskommission, der jüdischen Gemeinde Hessens und von Landtagsabgeordneten nahezu aller Fraktionen hatte das Präsidium an der Benennung eines Raumes am Campus Riedberg nach der Adolf-Messer-Stiftung festgehalten.

„Dass die Adolf-Messer Stiftung gleichzeitig mit der Entscheidung zur Umbenennung ihren Preis aussetzt, bestätigt unsere Kritik an der Kooperation mit der Goethe-Uni – Naiv ist, wer dabei nichts Böses denkt. Es war schon lange klar, dass die Messer-Stiftung das Unipräsidium mit ihren Zuwendungen unter Druck gesetzt hat“, sagt Newal Yalcin.

Im Senat wird demnächst die Zuwendungsrichtlinie für die Goethe-Universität novelliert. Die Grüne Hochschulgruppe will hier stärkere Regeln und mehr Transparenz durchsetzen.

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