Kundgebung

Gegen NS-Relativierung & Drittmittelabhängigkeit an der Goethe-Uni!

“Gases for life”?

‚Nur‘ ein Mitläufer des NS-Regimes zu sein, schützt nicht vor zukünftiger Verurteilung.

Adolf Messer war Gründer der Adolf Messer GmbH, die Autogen-Schweiß und Schneidtechnik, sowie Industriegase produziert.

1933 wurde er Mitglied in der NSDAP und profitierte fortan vom NS-Regime. Unter den Nazis wurden kriegswichtige Chemieverfahren und Waffenteile von der Messer Gmbh. entwickelt wie beispielsweise für die V2-Reketen. Die Firma Messer beschäftigte bis zu 350 Zwangsarbeiter und wurde während der NS-Zeit als ein Vorzeigebetrieb der ‚Deutschen Arbeitsfront‘ ausgezeichnet.

Raymond Charles Petitjean wurde als geflüchteter Zwangsarbeiter der Messer-Werke von der Gestapo exekutiert.

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Durch Spenden der Adolf-Messer-Stiftung wurde eine “Studentenlounge” des Fachbereichs 14 auf dem Riedberg-Campus umbenannt zur Adolf-Messer-Stiftungs-Lounge. Dem Widerstand des Senats zum Trotz hat das Präsidium Adolf Messer mit der Benennung geehrt. Unabhängig von der Fragestellung um Adolf Messers Mitläufertum ist es inakzeptabel, dass ein studentischer Raum unserer Universität nach einem NSDAP-Mitglied und Profiteur des NS-Regimes benannt wird.

Die offensichtliche ökonomische Abhängigkeit der Uni von der Adolf-Messer-Stiftung sollte eine solche Benennung nicht legitimieren.

Anlässlich der Preisverleihung der Adolf-Messer-Stiftung fordern wir:
– Die Messer Group GmbH soll die ehemaligen Zwangsarbeiter*innen entschädigen!
– Die Messer Group GmbH soll ihre NS-Vergangenheit aufarbeiten und aktiv zur Erinnerungspolitik beitragen!
– Die Goethe-Universität soll bis dahin jegliche Kooperation mit der Adolf-Messer-Stiftung einstellen!
– Das Präsidium soll den Beschluss des Senats zur Umbenennung der “Adolf-Messer-Stiftungslounge” umsetzen!

 

Kundgebung | 26.11.2018 | 18:30 | Frauenlobstraße 5