Pressemitteilung zur „Adolf-Messer-Stiftungs-Lounge“:

Grüne Hochschulgruppe ruft Drittmittelkommission an.

Die Grüne Hochschulgruppe an der Goethe-Universität Frankfurt hat die „Kommission gem. der Richtlinie zum Umgang mit Zuwendungen privater Dritter“ (1) angerufen. Diese soll sich mit der Problematik der umstrittenen „Adolf-Messer-Stiftungs-Lounge“ befassen. Die Namensgebung des studentischen Raumes steht aufgrund der Rolle der Adolf-Messer-GmbH im Nationalsozialismus sowie der Mangelhaften Aufarbeitung der Stiftung in der Kritik (2). Auf der Senatssitzung im Mai teilte die Universitätsleitung mit, dass sie sich nicht an den einstimmigen Senatsbeschluss zur Umbenennung des Raums gebunden fühle (3). Als Reaktion auf den Senatsbeschluss habe die Stiftung laut Unileitung die Jurybesetzung des mit 25.000€ dotierten Stiftungspreises ausgesetzt.

“Dass die Universitätsleitung eine vom Senat einstimmig empfohlene Raumbenennung nicht umsetzt, weil sie dadurch einen Wegfall von Zuwendungen befürchtet, ist fatal. Unabhängigkeit und Ansehen der Goethe-Universität sind in dieser Angelegenheit offensichtlich gefährdet. Das verstößt klar gegen die Zuwendungsrichtlinie, deshalb bitten wir die Kommission um Stellungnahme”, sagt Valentin Fuchs, stellvertretendes Mitglied im Senat der Goethe-Universität Frankfurt.

(1) http://www.uni-frankfurt.de/53491002/komm_zuwendungen

(2) https://www.neues-deutschland.de/artikel/1000733.projektraum.html

(3) https://twitter.com/ghsgffm/status/996753404897656832

Tafel AMS-Lounge