Wahlaufruf 2018

Seit 1993 treten wir, die Grüne Hochschulgruppe, als größte Fraktion mit sozialen, ökologischen, demokratischen und emanzipatorischen Inhalten für alle Studierenden ein. Wir haben nicht nur kreative Ideen, sondern nutzen die Erfahrung und Kompetenz von Grünen AStA-Referent*innen und -Vorständen, Senator*innen, Fachschaftler*innen und natürlich auch unseren Vertreter*innen im Studiwerk. Wir vertreten studentische Interessen gegenüber dem Präsidium, der Stadt Frankfurt und der Landesregierung. Unsere Vorhaben und Schwerpunkte möchten wir mit und für euch durchsetzen!

Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Frankfurt ist eine der teuersten Uni-Städte Deutschlands und am Anfang ihres Studiums stehen viel Studierende noch ohne Unterkunft da. Das schränkt den eigenen Lebensstandard extrem ein und führt dazu, dass insbesondere Erstsemester, aber auch fortgeschrittenere Studierende, resigniert ins Semester starten.
Momentan leben nur 7% aller Studierenden in Wohnheimen. Sechs bis zwölf Monate müssen Studierende meist auf einen Wohnheimplatz warten.
Deshalb setzten wir uns für mehr bezahlbaren Wohnraum, neue Wohnungsbauprojekte und insbesondere mehr Wohnheimplätze für Studis ein.

BAföG-Satz erhöhen und ausweiten!

Die Mieten steigen, der BAföG-Satz bleibt gleich.
Wie man auf die Idee kommen kann, dass im BAföG-Satz 250€ monatlich an Wohnkosten genügen würden, können wir nicht nachvollziehen. Und selbst der Höchstsatz ist für Frankfurter Verhältnisse ein Witz.

Dass die Unterstützung durch BAföG bei Überschreitung der Regelstudienzeit endet, erscheint uns auch inakzeptabel, insbesondere wenn man bedenkt, dass nur 30% der Studierenden ihr Studium in Regelstudienzeit beenden.
Deshalb wollen wir uns dafür einsetzen, dass der BAföG-Satz in einem fairen Verhältnis zu den steigenden Mieten steht und auch über die Regelstudienzeit hinaus erhalten werden kann.

faus stiftFür bessere Studienbedingungen!

Überfüllte Seminare, Anwesenheitslisten und Strafaufgaben bei Verspätungen sind heute Uni-Alltag. Das sind Ausmaße einer Verschulung der Universität, die wir nicht tolerieren wollen und können.
Für bessere Studienbedingungen und eine Demokratisierung der Uni setzen wir uns landesweit als Campusgrün Hessen ein. Dazu zählt auch, die Regelstudienzeit abzuschaffen.
Außerdem wollen wir, dass die Universitätsbibliotheken mehr gestärkt werden und das Repertoire vor Ort vergrößert wird.
Wir wollen, dass in allen Gremien auf Uni- und Fachbereichsebene die Dominanz der Professor*innen zugunsten von gleichen Einflussmöglichkeiten für alle Gruppen ersetzt wird.

ChipsDer Ökonomisierung der Hochschule entgegentreten!

Ein Drittel des Budgets der Uni stammt aus Spenden, Wettbewerbs- oder Stiftungsgeldern. Mit dem Umbau zu einer privat und wettbewerbs-finanzierten Stiftungsuni hat sich viel verändert: Plurale und kritische Inhalte werden verdrängt, Unternehmen erhalten Einfluss auf Forschung und Lehre, Wissenschaftler*innen sowie Mitarbeitende stehen unter immer stärkerem Wettbewerbsdruck.
Wir kämpfen für eine Uni, die sich inhaltlich an den Interessen der Studierenden und Wissenschaftler*innen orientiert.Im Senat haben wir deshalb einen genauen Blick darauf, welche Gelder aus der freien Wirtschaft kommen und welche Interessen sich dahinter verbergen. Auch Prof-Berufungen sind ein Schlüsselfaktor, wenn es um plurale und kritische Wissenschaften geht. Unser Fokus liegt deshalb auf den Auswahlverfahren. In diesem Zusammenhang müssen auch endlich verstärkt weibliche Bewerber*innen zum Zug kommen.

Bus

Semesterticket vergünstigen!

Dank dem Semesterticket könnt Ihr euch in ganz Hessen, Mainz, Olpe und weiteren Übergangsgebieten flexibel bewegen. Nun setzen wir uns auch im Rahmen des Referats für Verkehr und Ökologie weiterhin für die Verbesserung der Konditionen, also eine Vergünstigung des Semestertickets ein.

Die AStA-Fahrradwerkstatt kommt (jetzt aber wirklich)!

Nach langem hin und her bei Verhandlungen werden wir für Euch eine Fahrradwerkstatt auf dem IG-Farben Campus im Frankfurter Westend eröffnen. Dort könnt Ihr unter Anleitung Euer Fahrrad selbst zusammenschrauben. Das Beste daran: Dieses Angebot ist absolut kostenlos!

Ökologische Hochschule

Wir setzen uns dafür ein, dass der Energieverbrauch der Uni gesenkt wird. Hier gibt es noch viel zu tun, v.a. was Information und Nutzungsverhalten angeht! Wir fordern die Einrichtung von Stellen für Energiebeauftragte.

femFeminismus und Antisexismus: Kein Raum für Sexismus an der Universität!

Wir setzen uns aktiv gegen jede Form von Sexismus, sexualisierter Diskriminierung, Belästigung, Antifeminismus, Homo- und Transphobie ein.
An der Goethe-Universität sind 57% der Studierenden Frauen*. Das klingt zuerst nach einer begrüßenswerten Anzahl, doch bezeichnend für die akademische Laufbahn von Frauen* ist, dass mit steigendem akademischen Abschluss die Quote der geschlechtlichen Gleichverteilung immer schlechter ausfällt. Bis dann nur noch 25% der Professor*innen weiblich sind.
Dagegen treten wir z.B. in der Senatskommission für Frauenförderung, Gleichstellung und Diversität ein.

Antifaschismus und Antirassismus

Wir haben keinen Bock auf Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus auf dem Campus und setzen uns aktiv gegen diese ein. Wir arbeiten mit Initiativen zusammen und unterstützen Bildungsprojekte in diesem Bereich. Außerdem ist es wichtig, dass auch an der Uni Schutzräume und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene von Ausgrenzung und Diskriminierung bereitstehen.


 

Bündisse & Verbände

Wir von der Grünen Hochschulgruppe sind neben den Gremien hier an der Uni Frankfurt auch in weiteren Bündnissen und Verbänden aktiv:

Mietentscheid Frankfurt

Campusgrün Hessen